Wassermühle Stenten

Die Wassermühle Stenten

Historie der Mühle

14. - 17 Jh.

Unbewiesenen Überlieferungen nach ist die erste Bebauung des Geländes auf das Jahr 1337 datiert. Mönche oder eine Glaubensgemeinschaft aus dem süddeutschen Raum ließen sich nieder und gründeten ein Kloster oder klosterähnliches Institut. Über Bebauung, Bedeutung und Nutzung der Anlage liegen leider keine verlässlichen Urkunden und Aussagen vor.

17. - 18 Jh.

Den archivarischen Quellen zufolge bestanden seit 1696 Pläne zur Errichtung einer Wassermühle am Oberlauf der Sorge, die hier unter dem Namen Stente den einzigen Abfluss des Bistensees bildet und ausreichend Wasser für einen ganzjährigen Mühlenbetrieb führte. Die Anweisung zum Bau erfolgte 1697, die Durchführung wurde dem Müller Jürgen Böhl übertragen. Bauaufsicht führte der Müller Jürgen Boehl der auch erster Pächter wurde. Mühle und Wohnhaus sollten in sparsamer Bauweise unter einem Dach errichtet werden, Stall und Backhaus nicht weit davon. Die Mühle erhielt zwei Wasserräder mit je einem Mahlgang.

18. - 19 Jh.

1700 war die Anlage fertiggestellt und Stenten wurde zwangspflichtige königlich dänische Mühle. 1738 wurde die Konzession auf die Herstellung von Grütze und Graupen erweitert. Um 1796 wird das Hauptgebäude der Mühle erstmals erweitert worden sein, um 1824 ein weiteres Mal. Der Durchgangsverkehr an der alten Straßenverbindung von Rendsburg nach Schleswig ermöglichte die Einrichtung einer ausgedehnten Gastwirtschaft, die wegen der anmutigen Lage auch von vielen Ausflüglern besucht wurde. Ein weiterer Erwerbszweig auf Stenten-Mühle war eine intensiv betriebene Fischzucht. 1854 Verkauf der Mühle an die Erbpächterin Catharina Bahr. Der Verkauf der Mühle musste rückgängig gemacht werden da zu dieser Zeit der Mühlenzwang aufgehoben wurde. Neuer Pächter wurde Etatsrat Carstens. Von 1860 – 1896 wurde durch Kauf August Weinholdt neuer Eigentümer.

Wassermühle Stenten im 19. Jahrhundert

19. - 20 Jh.

Von 1896 bis 1921 verschiedene Besitzer (Göllner & Armbrecht). 1921 wurde die Mühle von der Müllerfamilie Wiese erworben. 1942 Einbau einer Francis-Turbine mit Stromerzeugung. Teilweise wurde der Ort Stenten von der Mühle mit Strom versorgt. 1962 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt und das Mühlengebäude bis 1986 als Gastwirtschaft mit Bier- und Kaffeegarten geführt. 1989 Verkauf der Mühle an Helga und Hans Rickert. Teilrestauration der Haupt- und Nebengebäude.

Wassermühle Stenten im 21. Jahrhundert

21. Jh.

2012 Verkauf an Gabi Reiß und Manuel Libuda. Zweijährige Restauration der Haupt- und Nebengebäude und der Francis Turbine. 2015 Fertigstellung und Vermietung von 3 Ferienapartments. 2016 Wiederinbetriebnahme der Francis Turbine mit neuer Steuerungstechnik.